Gut einen Monat liegt unsere Reise durch Westaustralien nun hinter uns. Pam und ich hatten also Zeit, unsere Erlebnisse ein bisschen sacken zu lassen. Und wir müssen sagen: wir schätzen Australien im nachhinein gesehen immer mehr. Vorallem die menschenleeren Strände, die vermissen wir bereits ganz arg. Gleichzeitig waren es aber genau diese Menschen, von denen zum Glück nicht zu viele an den Stränden unterwegs waren, die uns wahrscheinlich am meisten von ihrem Land überzeugt haben. Noch nie haben wir so viel Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit erfahren. Wir ziehen unseren Hut vor den Australiern, für dass, das sie so sind wie sie sind – einfach herzlich!
Die Natur Westaustraliens ist aber natürlich auch nicht schlecht. In den knapp 2.000 Kilometern von Exmouth nach Esperance, gibt es so einiges, was uns mindestens genau so vom Hocker gehauen hat:

DER SONNENUNTERGANG AM VLAMINGH HEAD LIGHTHOUSE

Der Vlamingh Head Leuchtturm liegt unweit von Exmouth entfernt. Von ihm aus hat man einen spektakulären Blick über die vielen Buchten und Strände und kann auf der anderen Seite weit ins Landesinnere schauen. Wir haben in Westaustralien fast jeden Abend zugeschaut, wie die Sonne ins Meer plumpst. Doch die Weiten und die Farben hier im Norden machen diesen einen Sonnenuntergang zu unserem schönsten in unseren drei Monaten Westaustralien.

ROADTRIP DURCH WESTAUSTRALIEN TEIL 8: NINGALOO REEF (HEADER)

DAS SCHNORCHELN IM NINGALOO REEF

Das Ningaloo Reef ist ein über 250 Kilometer langes Korallenriff, welches sich entlang der „Coral Coast“ erstreckt. Es bietet fantastische Orte fürs Schnorcheln. Und das Beste an diesem UNESCO-Welterbe: Unzählige Buchten und Strände haben direkten Zugang zum Riff. Es liegt teilweise kaum 100 Meter vom Festland entfernt. Für Pam war es das erste Mal Schnorcheln und er war völlig von den Flossen. Er kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wir haben aber auch echt viel gesehen. Von unterschiedlichen Fischen über Algen bis hin zu Korallen und sogar ein paar Haie. Die Reef Sharks, also Riffhaie, sind nur bei Nacht Jäger. Am Tag ziehen sie ganz friedlich ihre Bahnen durchs Riff und machen keine Anstalten unerfahrene Touristen zu beißen. Zum Glück. Denn wir wollen die farbenprächtige Unterwasserwelt noch öfters beschnorcheln.

ROADTRIP DURCH WESTAUSTRALIEN TEIL 8: NINGALOO REEF (BEITRAG)

Hier gibt’s den ganze Blogpsot dazu: Roadtrip durch Westaustralien Teil 8: Ningaloo Reef

DIE FAHRT DURCH DIE PINNACLES

Im Nambung National Park haben sich vor mehreren Millionen Jahren gewisse Steinformationen gebildet, die nun über den Sand ragen und aussehen als wären sie dort von jemandem abgestellt worden. Es gibt unzählige Theorien zur Entstehung dieser merkwürdigen Skulpturen. Die einen sagen, es sind abgestorbene Bäume, die sich mit der Zeit zu Steinen verwandelt haben. Die anderen sind sich sicher, dass es eine andere tieferliegende Art von Gestein ist, das mit der Zeit an die Oberfläche gelangt. Jede der Theorien hat seine Reize und jede kann zahlreiche Beweise vorliegen. Als ob das nicht schon interessant genug wäre, beindruckt uns der reale Anblick der Pinnacles aber noch mehr. Absolut irre! Mein persönliches Highlight war aber wahrscheinlich die 12 Kilometer lange Fahrt quer durch die Pinnacles. Es ist ein einfacher Sandweg und Nobody ist kein Allrad-Van. Aber gerade das war das Beste daran. Es war teilweise eine einzige Rutschpartie. Pam musste mich dann immer wieder ermahnen, nicht so schnell zu fahren. Ich habe es gekonnt ignoriert (auch das lernt man in drei Monaten auf Reise). Denn was hätte schon passieren können? Es waren ja nur etwa eine Million dieser massiven Steine, die da so rumstehen.

AUTOKAUF AUSTRALIEN (BEITRAG)

Hier gibt’s den ganze Blogpsot dazu: Roadtrip durch Westaustralien Teil 3: Midwest

DIE VIELFALT VON PERTH

Ich glaube, wir haben uns ein bisschen verliebt in diese Stadt. Obwohl sie eher klein ist, im Vergleich zu den anderen Grossstädten in Australien, hat sie unserer Meinung nach extrem viel zu bieten. Kings Park, Elizabeth Quay, Northbridge, Subiaco – um nur mal ein paar Highlights zu nennen. Und dann kommen da auch noch die Strände dazu: Cottesloe Beach, City Beach und Scarborough Beach. Ein Traum. Im Ganzen haben wir etwa ein Monat von den dreien in und um Perth verbracht. Es fiel uns teilweise schwer, die Stadt wieder zu verlassen. Das lag natürlich zum einen an Pams Tante, die uns so liebevoll in ihrem Zuhause aufgenommen hat. Aber es lag auch an Perth selber. Immer wenn wir wieder losziehen wollten, war irgendein Event oder Festival, das wir ungerne verpasst hätten. Dazu kommt, dass die Menschen in Perth mitunter die freundlichsten sind in Westaustralien. Sie sind so übelst gechillt und halten gerne mal den einen oder anderen Schwatz ab, egal ob im Supermarkt, im Bus oder an der Ampel. Einfach toll! Und Perth, wir kommen auf jeden Fall wieder.

KAFFEE UND KUNST IN DEN STRASSEN VON PERTH (BLOG)

Hier gibt’s die beiden Blogposts zu Perth: Zwischen gestern und heute im Kings Park in Perth & Kaffee und Kunst in den Straßen von Perth

DAS FAHRRADFAHREN AUF ROTTNEST ISLAND

Alleine die Fahrt nach Rottnest Island war schon ein Erlebnis. Der Rottnest Express heisst nicht umsonst „Express“. Das Boot fetzte nur so über die Wellen hinweg und wir fühlten uns wie etwa auf der Poseidon-Wasserachterbahn im Europapark. Mega! Der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Aber auch das Ziel, was in unserem Falle Rottnest Island war, liess nichts zu wünschen übrig. Wir haben unsere Leihfahrräder geschnappt und sind einmal quer über die Insel geradelt. Es war anstrengend aber doch auch irgendwie ultra entspannend. Vielleicht lag das aber mehr an den wunderschönen Stränden, an denen wir alle paar Meter für einen kurzen Schwumm gestoppt haben. Und dann sind da noch die Quokkas, die wahrscheinlich süsseste Ratten-Känguru-Kreuzung der Welt.

ROTTNEST ISLAND MACHT TIERE FROH UND ERWACHSENE EBENSO (BEITRAG)

Hier gibt’s den ganze Blogpsot dazu: Rottnest Island macht Tiere froh und Erwachsene ebenso

DAS WEIN-DEGUSTIEREN IM SWAN VALLEY

In Westaustralien gibt’s ganz viel Wein, den man einfach probieren „muss“. Schliesslich will man ja auch vergleichen und mitreden können, welches denn jetzt nun der beste Wein ist. Ich konnte mich bisher noch für keinen Favoriten entscheiden. Die meisten waren gut. Und sie waren gratis, das hat sie noch besser gemacht. Keine Ahnung, wie die Weine dann schmecken, wenn man sich eine Flasche davon kauft. Das Risiko wollten Pam und ich dann doch nicht eingehen. Wir haben lieber einfach nochmal von vorne mit der Weinprobe angefangen.

IM SWAN VALLEY GILT: PROBIEREN GEHT ÜBER STUDIEREN (BEITRAG)

Hier gibt’s den ganzen Blogpost dazu: Im Swan Valley gilt: Probieren geht über Studieren

DIE DELFINE IN BUNBURY

Das bekannte „Monkey Mia“ im Norden in der „Shark Bay“ haben Pam und ich ausgelassen. Der Grund dafür war, dass uns unsere Delfin-Sichtungen im Südwesten Westaustraliens schon befriedigt haben. Schon klar, man kann eigentlich nie zu viele Delfine sehen. Aber wir wollten in Monkey Mia dann einfach kein Geld dafür ausgeben, weil wir wussten: es geht auch kostenlos. So z.B. beim Dolphin Discovery Centre in Bunbury. Beziehungsweise am Strandabschnitt davor. Hier werden die wilden Delfine mehrmals am Tag von den Mitarbeitern und vielen freiwilligen Helfern gefüttert. Und man darf sich einfach dazu stellen, selbst wenn man wie wir einfach gerade am Strand nebenan gefrühstückt und sich gewundert hat, was da abgeht. Etwa fünf Delfine schwammen dann gerade mal einen Meter von unseren Füssen entfernt durchs Wasser. Dafür unterbreche sogar ich gerne mal das Essen.

ROADTRIP DURCH WESTAUSTRALIEN TEIL 1: SOUTH WEST (BEITRAG)

Hier gibt’s den ganzen Blogpost dazu: Roadtrip durch Westaustralien Teil 1: South West

DAS NATURAL SPA IN INJIDUP

Ein wahres Highlight auf unserem Weg durch Australia’s South West, war der Strand von Injidup, kurz unter Yallingup. Oder genauer gesagt, das Natural Spa von Injidup. Hier an diesem Strand liegen und stehen riesige Steine, die eine Art Swimming Pool in ihrer Mitte bilden. Diese Steinpools werden von Meerwasser gespeist und an den Stellen, an denen das Meerwasser über die Steine gelangt, bilden sich kleine Wasserfälle. Ein traumhafter Anblick. Und ein tolles Badevergnügen. Das Wasser ist zwar nicht besonders tief, aber dadurch, dass immer wieder Frischwasser hinzukommt, ist es eine gelungene Abkühlung. Ich habe mich einfach für ein paar Stunden ins Wasser gelegt, während sich Pam dem Fotografieren gewidmet hat.

ROADTRIP DURCH WESTAUSTRALIEN TEIL 2: SOUTH WEST (BLOG)

DAS ABENTEUER-GEFÜHL IN DER GIANTS CAVE

Die Giants Cave ist die grösste Höhle in der Margaret River Gegend. An der Kasse wird einem pro Person einen Helm mit Helmleuchte und eine Taschenlampe in die Hand gedrückt. Hier gibt es keine Führungen, die Höhle ist zum Erkunden auf eigene Faust ausgelegt. Sehr cool. Genau deshalb haben wir sie uns auch ausgesucht. Wir wollten ein bisschen Abenteuer. Am Anfang stiegen wir erst einmal gute 68 Meter in die Tiefe, wobei die Dunkelheit und Kälte mit jedem Schritt zunahm. Auf unserem Weg durch die Höhle genossen wir die Ruhe, denn wir waren fast die einzigen Besucher. Und auch unsere Abenteuerlust wurde mehr als befriedigt. Denn an einigen Stellen waren wir uns nicht mehr sicher, ob der Weg wirklich durch diese kleinen Nischen führt, durch die man nur auf allen Vieren hindurch kommt. Nach mehreren Klettereinheiten über Tropfsteine und sonstige Felsen und einer Abseilpassage erreichten wir nach ca. eineinhalb Stunden den Ausgang. Es war wirklich toll, aber wir waren dann auch froh, heil wieder draussen angekommen zu sein.

ROADTRIP DURCH WESTAUSTRALIEN TEIL 2: SOUTH WEST (BLOG)

Hier gibt’s den ganzen Blogpost dazu: Roadtrip durch Westaustralien Teil 2: South West

DAS ERKLIMMEN DES DIAMOND TREE LOOKOUT

Umgeben von anderen riesigen Bäumen steht der Diamond Tree mit seiner Aussichtsplattform. Dieser Baum, mit einer Höhe von 52 Metern, diente früher als Brandausguck und bietet heute einen beeindruckenden Blick über die Southern Forests. Nachdem Pam und ich dreimal tief eingeatmet haben, machten wir uns an die Besteigung des Baums. Riesige Stahlstäbe wurden ringsherum in den Baum geschlagen, um den Aufstieg zu erleichtern. Dennoch schwankte der Baum bei jedem Windstoß. Ich bin zwar normalerweise schwindelfrei aber dieses Schwanken, das hat mich echt grosse Überwindung gekostet, weiter zu klettern. Oben angekommen war es auf jeden Fall die Mühen wert. Uns bot sich ein gigantischer Ausblick auf die Wälder um den Baum. Wir waren total begeistert.

ROADTRIP DURCH WESTAUSTRALIEN TEIL 5: GREAT SOUTHERN (HEADER)

Hier gibt’s den ganzen Blogpost dazu: Roadtrip durch Westaustralien Teil 5: Great Southern

DIE TRAUMSTRÄNDE IN ESPERANCE

Für diese Strände reichen Worte kaum aus. Sie sind einfach unbeschreiblich schön. Ich habe in meinem Leben schon viele Strände gesehen, aber diese übertreffen einfach alles. Das Wasser ist glasklar und der Strand menschenleer. Sie sind irgendwie so ruhig und doch haben sie gleichzeitig etwas Raues. Ich hätte stundenlang am Strand entlang spazieren und den Wellen lauschen können. Einfach traumhaft!

Abgesehen von den Stränden in Esperance gibt es auch noch die Strände im Cape Le Grand Nationalpark unweit von Esperance. Allen voran: Lucky Bay. Der Sand da ist so weiss, dass er mich an Schnee erinnert. Ich fühle mich gleich pudelwohl. Schnee und Wärme gleichzeitig – gibt’s was Besseres?

ROADTRIP DURCH WESTAUSTRALIEN TEIL 9: CAPE LE GRAND NATIONAL PARK (BEITRAG)

DIE AUSSICHT VOM FRENCHMAN’S PEAK

Hier war es wieder der Abenteuerfaktor, der dieses Erlebnis so unvergesslich gemacht hat. Frenchman’s Peak ist 262 Meter hoch und hat nicht wirklich eine richtige Wanderroute. Es gibt ein paar Wegmarkierungen, die einem zeigen sollen wo man am besten lang geht. Oder besser gesagt, lang krabbelt. Denn bei Steigung von ungefähr 45° ist nicht mehr an aufrechtes Gehen zu denken. Gewisse Abschnitte sind nur auf allen Vieren zu bewerkstelligen. Manchmal ist sogar etwas Klettergeschick notwendig. Wir fühlen uns wie ausgewachsene Bergsteiger, als wir endlich oben ankommen. Die Aussicht ist atemberaubend. Man blickt über den gesamten Cape Le Grand National Park. 

ROADTRIP DURCH WESTAUSTRALIEN TEIL 9: CAPE LE GRAND NATIONAL PARK (HEADER)

Hier gibt’s den ganzen Blogpost: Roadtrip durch Westaustralien Teil 9: Cape Le Grand National Park

Das waren aber nur ein paar der Erlebnisse auf unserer Reise durch Westaustralien. Wer noch mehr lesen möchte, der kann hier in aller Ausführlichkeit in unseren Geschichten schmöckern. Geschätzte Lesedauer (abhängig von Leseschnelligkeit): keine Ahnung, aber viel Spass!