So, der Monat ist rum und die Zeiten des Tagebuchs somit vorbei. Um es nett auszudrücken: wir sind froh. Die letzten 30 Tage haben wir jeden Tag darüber geschrieben, was uns gerade so beschäftigt.
Einerseits war es eine tolle Erfahrung, aber andererseits manchmal auch echt nervig. An gewissen Tagen, fiel uns das Schreiben super leicht. Das war meistens dann der Fall, wenn wir wirklich etwas zu erzählen hatten. Oder etwas spannendes erlebt haben. Die Tage, an denen nicht wirklich etwas passiert ist, waren schon schwieriger. Fast schon verzweifelt saßen wir dann manchmal abends noch am Laptop, vor dem weißen Blatt Papier (in Google Docs, worin wir unsere Texte verfassen) und hatten keinen blassen Schimmer, worüber wir schreiben sollen. Oder wovon wir um die Zeit noch ein Foto machen sollten. Das waren dann die eher anstrengenden Tage. Und das waren dann auch die Texte, die uns nicht so zufrieden gestellt haben oder viele Schreibfehler beinhalteten. Ja, manchmal waren wir einfach nur froh, dass da auf dem Blatt mehr als nur ein Wort stand. Uns war dann auch irgendwann egal was. Wegen diesen eher düsteren Momenten, sind wir ehrlich gesagt froh, dass wir ab morgen nicht mehr “gezwungen” sind, jeden Tag einen Artikel zu veröffentlichen.
Denn auch wenn der Text manchmal kurz schien, war der Aufwand doch immer der Gleiche. Neben dem Schreiben musste man ja noch ein Foto schießen, dieses bearbeiten, alles in WordPress hochladen, Schlagwörter setzen, etwa drei mal checken, ob wirklich alles passt und erst dann konnte man auf “veröffentlichen” klicken. Und selbst dann war die Arbeit noch lange nicht getan. Die Leute sollen ja informiert werden, dass wir wieder eine neue Geschichte geschrieben haben. Und die sozialen Medien wollen schließlich auch gefüttert werden. Nachdem Facebook, Twitter und Instagram auch abgehakt waren, waren wir meistens so fix und fertig, dass wir uns höchstens noch eine Folge unserer derzeitigen Serie anschauen konnten, bevor wir glücklich und zufrieden in den Schlaf sanken.

Obwohl es manchmal anstrengend sein konnte, war es eine gute Erfahrung, die wir keinesfalls missen möchten. Der letzte Monat hat uns einiges gelehrt. Wir sind auf jeden Fall schneller geworden im Schreibprozess (vor allem Angi) aber auch der Rest ging gegen Ende viel leichter. Zum Schluss waren wir ein eingespieltes Team und jeder wusste, wer, was, wann zu tun hatte.
Eigentlich könnten wir ja also weitermachen, jetzt wo wir so geübt sind. Aber neeeeeeein, danke. Schön war’s. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Und tschüss.

Wir lassen bald wieder von uns hören. Oder auch nicht. Mal schauen.