Videokassetten liegen ja jetzt schon ziemlich weit in der Vergangenheit. Trotzdem ist das VCR Café alles andere als von gestern. Nur 50 Meter von unserem Hostel entfernt, liegt Kuala Lumpurs Nr. 1 Frühstückslokal gemäss Foursquare. Was für ein Glückstreffer. Und die Frage, wo wir frühstücken gehen, ist somit zur Abwechslung auch ultra schnell geklärt. Da stört es einen nicht mal, wenn das Hostel kein eigenes Frühstück anbietet. In den drei Tagen, in denen wir bei VCR gefrühstückt haben, haben Pam und ich uns einmal durch die ganze Karte gegessen – fast zumindest. Ein paar Sachen heben wir uns noch auf, schliesslich sind wir Ende August nochmal in Kuala Lumpur.

Jetzt aber zum heutigen Brunch: Ich sage Brunch, weil es schon fast 12 Uhr mittags war, bis wir endlich in die Gänge kamen. Aber egal, wir haben ja keinen Stress. Und sowieso, das Warten hat sich gelohnt. Denn das heutige Frühstück hat es in sich. Noch mehr als die beiden davor. Aller guter Dinge sind ja bekanntlich drei. Denn heute haben wir sozusagen unseren Frühstücks-Höhepunkt erreicht. Allein wenn ich zurückdenke, läuft mir direkt wieder das Wasser im Mund zusammen und ich kann mich kaum mehr auf’s Schreiben konzentrieren. Notiz an mich selber: KONZENTRIER DICH, ANGI!

Also gut: Begonnen hat alles mit zwei Long Blacks (Kaffees natürlich), danach gab es eine Runde „Surf & Turf“. Übersetzt heisst das, Lachs mit Rührei auf Sauerteigbrot. Hört sich jetzt nicht so spektakulär an, aber ich glaube das Bild sagt mehr als tausend Worte. Das war aber noch nicht mal die Krönung. Die kam nämlich ganz unverhofft zum Schluss. Wir haben uns den „Hauptgang“ geteilt, damit wir noch Platz für Dessert haben. Und wow, das hatte es in sich. Man stelle sich vor: leicht verlaufende Espresso-Eiscreme auf einem fluffigen warmen Brioche-French-Toast. Dazu ein süss-herbes Himbeerkompott und für den extra Crunch noch Shortbread- und Schokoladen-Crumbles an einer Mokkasauce. Pam und ich trauen unseren Augen kaum. Boah, sieht das geil aus – in Wirklichkeit leider besser als auf dem Foto. Ganz vorsichtig beladen wir je eine Gabel mit French Toast und ein bisschen Eis drauf und lassen es uns mit geschlossenen Augen langsam auf der Zunge zergehen. Als wir die Augen wieder öffnen und uns anschauen, ist das Urteil klar: wir sind im siebten Himmel und das ist der wohl leckerste French Toast, den wir jemals gegessen haben. Was für ein krönender Abschluss für unsere Kuala Lumpur Frühstückstrilogie. Wir freuen uns schon auf Ende August. Dann probieren wir noch den Rest der Karte – oder bestellen einfach jeden Tag French Toast.