Die Kotzfrucht, wie Durian auch liebevoll genannt wird, ist die wohl bekannteste Frucht Sudöstasiens. Gleichzeitig ist sie sehr umstritten. Denn sie teilt die Menschen: entweder man liebt die Frucht oder man hasst sie. Und zwar so richtig. Ich glaube der Name „Kotzfrucht“ beschreibt diesese Gefühl ziemlich gut. Direkt nach der Ernte, soll Durian anscheinend gar nicht mal schlecht riechen. Da ich selber aber noch nie welche gepflückt habe, kann ich das weder bestätigen noch dementieren. Was ich jedoch mit Sicherheit sagen kann: nach ein paar Tagen fängt das Ding ganz schön an zu miefen. Der Gestank erinnert an faule Eier. Oder Stinkekäse, wie einige auch behaupten. Aber wenn ich sowas höre, verdrehen sich meine Augen immer gleich, Stinkekäse riecht mindestens 100x besser als Durian. Ich liebe Stinkekäse. Und vermisse Stinkekäse. Aber zurück zur „Käsefrucht“. Eigentlich sollte Pam diesen Artikel über Durian schreiben, ihn würgt es nämlich schon nur beim Anblick dieses gelben Teufels. Wer ihn kennt, der weiss, er würde sicher noch einige blumige Wörter zum Beschreiben finden. Aber da wir uns beim Tagebuchschreiben abwechseln und ich heute dran bin, kommt einfach folgendes: sie riecht echt nicht so gut. Das tut sie wirklich nicht. Und schmecken auch nicht. Nicht zu unrecht also, ist Durian in vielen Hostels oder öffentlichen Verkehrsmittel verboten. Es werden sogar mit Strafen gedroht. Stell dir vor, es gäbe so ein Gesetzt in der Schweiz und man dürfe seinen Einkauf mit Stinkekäse nicht mehr im Zug oder Bus transportieren. Einen riesen Aufstand würde das geben. Und ich sicherlich mittendrin. An der Stelle nochmal: ich liebe Stinkekäse. Auf Durian verzichte ich aber dankend. Bääh, nein danke.