Heute ist einer der unproduktiveren Tage. Ich bin total unmotiviert. Eigentlich schon seit ein paar Tagen. Keine Ahnung wieso. Jedenfalls bin ich einfach die ganze Zeit extrem müde und antriebslos. Nicht mal der zweite Kaffee, den ich normalerweise gegen 15 Uhr am Nachmittag in mich reinkippe, will mich aufwecken. Also, wenn ich ganz ehrlich bin: ich habe gerade einfach keinen Bock. Auch nicht darauf, diesen Tagebucheintrag zu schreiben. Wer kam eigentlich auf diese doofe Idee, einen Monat lang jeden Tag einen „Artikel“ zu veröffentlichen? Egal. Ich kann mich nicht mal dazu aufraffen, den Schuldigen zu finden – obwohl er mir eigentlich direkt gegenüber sitzt. Nein, das stimmt nicht. Diese Aussage muss ich gleich wieder revidieren. Pam ist nicht schuld. Wir haben diese Entscheidung schliesslich zusammen gefällt. Also ziehen wir das jetzt auch zusammen durch. Trotzdem wird der Eintrag heute vielleicht noch ein bisschen kürzer als üblich. Und vielleicht auch ein bisschen düsterer. Aber immerhin schreibe ich ihn trotzdem. Ich finde, das alleine hat schon ein Schulterklopfen verdient. Das sage ich auch Pam und er klopft mir doch tatsächlich anerkennend auf die Schulter. Das gibt mir gleich wieder etwas Antrieb. Und auch sonst versuche ich mich heute noch irgendwie ein wenig zu motivieren und doch noch das eine oder andere zu schaffen. Denn ab morgen sind Pam und ich erstmal für ein paar Tage weg. Es heisst ja schliesslich: zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen. Obwohl ich das mittlerweile so einen doofen Spruch finde. Weil genau nach dieser Devise will ich ja gar nicht mehr Leben. Die Arbeit soll gleichzeitig das Vergnügen sein. Und das ist es im Normalfall auch. Es ist aber auch normal, dass man trotzdem ab und zu einen Tag hat, an dem man einfach keine Lust hat und nichts tun will. Deshalb mach ich das jetzt auch: nichts. Der Rest kann warten.