Als Vollzeitreisender arbeitet man viel. Man muss ja auch irgendwie seine Reise finanzieren oder möchte an den Projekten arbeiten, die einem viel bedeuten. Also arbeitet man eigentlich immer. Denn über irgendetwas denkt man immer mal nach bzw. irgendetwas schreit nach deiner Aufmerksamkeit. Aber das ist auch gut so. Ich habe das Gefühl, dass ich so weiterkomme. Dass ich so dort hinkomme, wo ich später mal sein möchte. Und wenn das heißt, dass ich hier und heute richtig ranklotzen muss, dann ist das eben so.
Aber alles hat auch eine Kehrseite. Trotz der vielen Arbeit, sofern man das Arbeit nennen kann. Denn ich “arbeite” an Projekten, die ich mir selber aussuche bzw. die ich gerne umsetzen möchte. Naja, also trotz dem, brauche ich jeden Tag einen Punkt, der mir zeigt, dass ich genug für heute gemacht habe und nun Feierabend ist.
Dieser Zeitpunkt ist meistens der Punkt, an dem ich ein Bier in der Hand halte. Ja, ich bin auf Bali zum wahrhaftigen Feierabendbiertrinker mutiert. Ohne geht schon fast gar nicht mehr. Bin ich dann Alkoholiker?! Es hat sich geradezu etabliert: Laptop zuklappen, entweder ein kühles Bier aus dem Kühlschrank holen oder in eine hippe Bar fahren und dort die Happy Hour genießen. In diesem Fall war das im Deus Ex Machina. Recht schicke Location, nicht nur zum Bier trinken. Zwischen Custom Surfboards und Bikes findet man immer ein lauschiges Plätzchen zum Essen und Trinken.
Da schmeckt das Feierabendbier gleich doppelt so gut. Und wenn man dann dabei auf den Tag zurückblickt und findet, dass man heute wieder ein gutes Stück vorangekommen ist, dann schmeckt es sogar dreimal so gut. Na dann, Prost!