Ein verbreitetes Sprichwort besagt: Das interessiert mich ungefähr so viel, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Nun ja, erstens sind wir nicht in China. Und zweitens fällt auf Bali kein Sack Reis um. Man findet sich höchstens in gigantischen Reisfeldern wieder oder wie im Falle von Tegalalang auf gigantischen Reisterrassen.

Wir haben heute einen Tagesausflug unternommen. Wir, das sind die üblichen Verdächtigen. Nur diesmal haben wir noch Verstärkung bekommen und sind nicht nur zu Viert sondern gleich zu Siebt unterwegs. Und diesen Tagesausflug haben Angi und ich schon ein paar Male versucht, nur leider ist er entweder sprichwörtlich ins Wasser gefallen, wir haben irgendwo eine falsche Abbiegung genommen oder wir waren schlicht und ergreifend zu faul dazu. Aber heute war alles anders. Das Wetter war geil! Die Abbiegung haben wir links liegen und den inneren Schweinehund im Pool gelassen. Es hat alles gepasst. Ich konnte es selbst kaum glauben.

Im Konvoi also in Richtung Reisterrasse. Niemand konnte uns stoppen. Und dann, wie aus dem Nichts, tauchen zu unserer Rechten Terrassen auf, die mit Reis bepflanzt sind. Wir müssen angekommen sein.
Die Terrassenanlage ersteckt sich über mehrere Kilometer. Zumindest sieht alles enorm groß aus. Wir bahnen uns unseren Weg auf einer Seite herab und auf der anderen Seite wieder bergauf. So bekommen wir ein Gefühl dafür, wie groß die Anlage wirklich ist.
Flo prahlt dann mal wieder mit seiner tollen Drohne und beglückt das ganze Team mit beeindruckenden Aufnahmen aus der Luft. Leider hat mir Angi verboten bis jetzt eine Drohne zu kaufen, daher kann ich nur Bilder vom Boden präsentieren. Aber die sind auch “echt schön”, wie ich dann wieder ruhig gestellt werde, nachdem ich die Bilder von Flo’s doofer Drohne gesehen habe. Naja, ich fasse ja gerade erst Fuß im Vlogger-Leben und wenn meine Aufnahmen vom Boden aus dann irgendwann mal so umwerfend sind, dann muss Angi mir ja gestatten eine Drohne zu kaufen – selbstverständlich nur, um meine Bilder auf das nächste Level zu heben.

Aber zurück zum Reis: also entweder waren wir zu früh oder zu spät im Jahr hier, denn von Reis ist jetzt nicht ganz so viel zu erkennen. Es ist mehr Schlamm, der höchstwahrscheinlich irgendwann mal zu Reis wird?! Aber wie gesagt, es ist trotzdem “echt schön”!
Nein, wirklich. Bei aller Liebe zu Sarkasmus und meiner britischen Ader, die ab und zu mal wieder aufflammt, diese Terrassen muss man gesehen haben, wenn man nach Bali kommt. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt und macht sich mal wieder bewusst, wie schön, einfach und unbeschwert das Leben doch sein kann.
In diesem Sinne: mach dich auf die Reis’ (Achtung: Wortwitz!) und genieße das Leben in vollen Zügen.