Ich fange mal mit etwas ganz philosophischem an und höre dann ganz plump auf. Warum? Einfach weil ich Bock hab. Also: ist das ganze Leben nicht ein Spiel? Wir treffen im Laufe davon mehrere Entscheidungen, mal bringen sie uns weiter, mal nicht. Aber an gewissen Punkten im Leben müssen wir eine Entscheidung treffen. Es gibt nicht wirklich einen vorbestimmten Weg. Vieles hängt von Glück ab, anderes von Intuition, wiederum anderes von Können. Es kommt im Endeffekt darauf an wie diese Begebenheiten verteilt sind und was sich dann daraus ergibt. Man kann sowas nicht planen oder vorhersehen. Es ist und bleibt ein Spiel. Das wahrscheinlich größte Spiel der Welt. Sogar noch größer als “Game of Thrones”. Und mittlerweile muss ich gestehen: es macht Spaß dieses Spiel zu spielen. Ich habe vor ein paar Monaten die Entscheidung getroffen mein “altes” Leben hinter mir zu lassen und zu etwas aufzubrechen, das mir völlig fremd war. Davor habe ich zwar auch immer wieder Entscheidungen treffen müssen, aber vieles wurde mir abgenommen. Ich war Teil eines Systems, das zwar funktioniert, mir aber nicht die Chance lässt alles selbst zu bestimmen. Heute bin ich an einem Punkt, an dem ich täglich Entscheidungen treffe. Mal sind es weitreichende, wie zum Beispiel was ich zu Abendessen essen werde, da mich das im dümmsten Falle mehrere Tage begleiten könnte. Mal sind es auch nur nichtige, wie zum Beispiel ob ich lieber einen Whisky oder ein Bier trinken möchte. Aber ich will damit eigentlich sagen, dass ich im Hier und Jetzt über alles entscheide, was ich mache und nicht mache. Ich spiele das Spiel auf einer komplett neuen Ebene – im nächsten Level sozusagen. Und so langsam steige ich durch. So langsam macht vieles einen Sinn und anderes absolut keinen. Aber auch das macht dann wieder Sinn. Es ist nicht so, dass ich mit gezinkten Karten spiele, es fühlt sich einfach so an, als ob man den nächsten Zug zumindest erahnen kann und es ganz locker auf sich zukommen lässt. Weil was soll schon schief gehen? Dann treffe ich morgen einfach wieder eine Entscheidung und alles wieder gut. Es scheint nichts unmöglich, wie es mir Toyota bereits in meiner Kindheit eintrichterte. Und dieses Gefühl ist unbezahlbar. Daher sage ich jeden Tag aufs Neue: Let’s play!
Und um die Kurve zu kriegen und den Text abzuschließen: Bei Skip-Bo ist Angi immer noch besser als ich und das regt mich auf! Aber hey, was soll’s? Ich hab ja meinen Whisky.. oder war’s das Bier? Kein Plan. Blablabla. Ich trinke. Gute Nacht.