Wo ist die Kokosnuss, wo ist die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss geklaut? Ich kann mich noch erinnern als wäre es gestern gewesen, dass ich das Lied zum ersten Mal gehört habe. Ja, es ist ein Kinderlied. Und ja, es bohrt sich immer wieder in meinen Kopf, sobald jemand das Wort “Kokosnuss” benutzt. Und das ist auf Bali recht häufig der Fall. Ich bin mittlerweile schon dazu übergegangen, den Song nur noch leise vor mich hin zu summen anstatt ihn jedes Mal lauthals rauszuposaunen. Ich glaube meinen Mitbewohnern und Angi geht das schon ein bisschen auf die Nerven. Aber egal. Jedenfalls versuche ich seit Neuestem jeden Tag eine Kokosnuss zu trinken. Einer der Mitbewohner hat mir erklärt, dass es gut für meine Verdauung und meinen Magen sei. Und es gibt nun wirklich Schlimmeres als sich jeden Tag eine der riesigen Nüsse reinzupfeifen. Mittlerweile bin ich auch beim Öffnen der Kokosnuss ziemlich geschickt. Was am Anfang noch mühsam war, ist jetzt kinderleicht: Kokosnuss mit einem scharfen Messer einschneiden, den ersten Druck entweichen lassen, in Dreiecksform ein Loch in die Kokosnuss schneiden und das Röhrchen darin versenken. Ready to drink! Und das wird dann auch gemacht. Aber die Kokosnuss sollte schon kalt sein, bevor ich sie mir zu Gemüte führe. Wer mag schon warme Nüsse?! Höhö. Meine Kokosnuss trinke ich meistens während ich am Laptop sitze und entweder den Tagebucheintrag schreibe oder arbeite. Also bewegt sich die Kokosnuss immer in einem ähnlichen Habitat und dabei komme ich nicht aus der Routine und sie auch nicht. Ich habe nämlich schon festgestellt, dass man so eine Nuss mit Vorsicht behandeln muss. Sie wird recht schnell sauer und dann ist sie quasi unausstehlich. Bäh! Aber die Kokosnuss, die ich jetzt gerade trinke, währenddem ich diese Zeichen schreibe, lässt mich absolut nicht im Stich: schön kalt, nicht zu süß, ohne Stückchen im Wasser und weder zu klein noch zu groß. Meiner Meinung nach sollte so jede Nuss sein.