Heute werden wir für einmal vom Wecker geweckt. Und zwar schon um 7 Uhr. Puuh, ist das früh, das sind wir uns gar nicht mehr gewohnt. Total verschlafen kämpfen wir uns aus dem Bett in die Küche. Erstmal Kaffee kochen. Und was frühstücken. Danach sind wir gestärkt und bereit für das Abenteuer „balinesischer Verkehr“. Wir schwingen uns auf unseren Roller und fahren zur Einwanderungsbehörde. Wir müssen Fingerabdrücke geben und Fotos machen für unser neues Visum. Das „Visa on Arrival“, welches wir uns bei der letzten Anreise aus Singapur besorgt haben, ist nämlich nur 30 Tage gültig. Danach kann es einmal verlängert werden, so dass wir im Ganzen 60 Tage in Indonesien bleiben dürfen. Um der indonesischen Bürokratie aus dem Weg zu gehen, haben wir für die Verlängerung einen Visaservice in Anspruch genommen. Der kümmert sich um den nötigen Papierkram und wir müssen nur einmal bei der Einwanderungsbehörde antanzen. Ohne die entsprechende Betreuung hätten wir drei mal dahin müssen: einmal um den Verlängerungsantrag einzureichen, dann noch für die Fingerabdrücke und zum Schluss hätten wir die Pässe mit dem neuen Visum auch wieder selber abholen müssen. Der Visaservice übernimmt für uns nun Schritt 1 und 3. Sie haben die Pässe bei uns zuhause abgeholt und bringen sie dann auch wieder persönlich vorbei. Zum Glück. So sparen wir uns nicht nur viel Zeit sondern auch Nerven. Aber hauptsächlich wegen des Verkehrs. Auf der Behörde selber geht es nämlich überraschend organisiert zu und her. Wir bekommen eine Nummer, warten bis wir aufgerufen werden, legen unsere Finger auf das Fingerabdruck-Lesegerät, schauen möglichst ernst in die Kamera und kritzeln zu guter Letzt noch unsere Unterschrift auf ein Tablet. Für was auch immer. Ich hoffe, wir haben damit jetzt nicht aus Versehen einen Kaufvertrag für ein teures Motorboot unterschrieben. Obwohl es sicherlich schlechtere Dinge gäbe, als so ein Motorboot zu besitzen. Warten wir einfach mal ab. Jetzt bekommen wir erstmal den Stempel für das neue Visum. Und nach knapp 20 Minuten sind wir wieder draussen. So einfach kann’s gehen. Also was das Thema Organisation bei der Einwanderungsbehörde angeht, muss ich sagen: nicht schlecht, Bali, nicht schlecht.