Das Meraki Villa Hostel ist eine Unterkunft mitten in der Stadt Danang. Vor etwa einem Jahr beschloss die Familie von Victor eine Herberge in ihrem Haus zu eröffnen. Sie umfasst ein Wohnzimmer und Küche im Erdgeschoss, zwei Gemeinschaftsbereiche mit Sitzflächen und Sofas, drei Mehrbettzimmer und zwei Doppelzimmer mit eigenem Bad, alles verteilt auf drei Etagen und nicht zu vergessen eine Dachterrasse. Doch das Hostel ist viel mehr als nur ein Platz zum Schlafen und Verweilen. Unter anderem wird hier auch vietnamesischen Kindern und Erwachsenen Englisch beigebracht. So haben die Gastgeber Victor und Han einen Platz in Danang geschaffen, der Reisende mit Einheimischen verbindet und sowohl Sprache als auch Kultur miteinander vereint.


MERAKI VILLA HOSTEL – Danang, Vietnam

Zeitraum: 17.-23.04.2017


HOST

Eigentlich stellen sich Victor und seine Frau Han auf HelpX als die Hosts vor. Die beiden wohnen aber zwei Häuser weiter und wir haben von ihnen deshalb auch gar nicht so viel mitbekommen. Sie waren beide sehr beschäftigt mit der Planung des Englischunterrichts und der Abstimmung mit den Lehrern und Schülern. Außerdem gehört das Hostel Victors Eltern und deshalb kamen wir öfters mit seiner Mutter und seinem Vater in Kontakt. Okay “Kontakt” ist vielleicht ein bisschen übertrieben, es war eher mal ein “Hallo” hier oder ein Lächeln dort. Denn keiner der beiden spricht ein Wort Englisch. Daher haben wir uns während der Zeit im Hostel meistens mit den anderen Freiwilligen beschäftigt oder mit den beiden Mädels an der Rezeption geredet bzw. etwas unternommen.

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ARBEIT

Unser Tätigkeitsgebiet war der Englischunterricht. Wir sollten in den Unterrichtsklassen die Lehrer unterstützen. Mit Tanzen und Singen wird versucht den Kindern spielend ein paar Wörter Englisch beizubringen. Das klappt zwar nicht immer, aber aufgeben gibt’s hier nicht. Unsere Aufgabe war es, die Kinder zu animieren und mit ihnen die gelernten Wörter zu repetieren. Das war zumindest die Funktion von Angi – oder besser gesagt “Angelina”, wie sie hier gerne genannt wird. Auf dem Stundenplan, den wir bekommen haben, war nämlich mehrheitlich nur sie eingeplant. Ich, “Mr. Philips” wurde kurzerhand als Fotograf für die Woche engagiert und sollte möglichst viele repräsentative Bilder für die neue Webseite machen. Auch kein Problem. Trotzdem konnte ich es nicht unterlassen, ab und zu beim “Goodbye”-Song auch kurz das Tanzbein zu schwingen und mitzusummen. Diese Kinderlieder sind einfach Ohrwürmer. Total haben wir pro Tag etwa 2-3 Stunden gearbeitet.

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KOST

In der großen Küche im Erdgeschoss konnten wir uns nach belieben unser eigenes Essen zaubern. Zum Frühstück standen immer Eier zum selber Zubereiten bereit und es gab frische Brötchen. Mittags haben wir uns dann manchmal bei den vorhandenen Instantnudeln bedient. Ein wahres Festmahl! Trotzdem fanden wir es ein bisschen schade, nie gemeinsam mit der Familie zu essen. Zum einen haben wir gehört, dass die Kochkünste von Victor’s Mutter anscheinend sehr gut sein sollen. Und zum anderen hätten wir es schön gefunden, mal ein richtiges lokales Essen zu geniessen.

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LOGIS

Das Hostel verfügt wie beschrieben über drei Schlafräume mit je 6 Einzelbetten. Teilweise ist das Bad mit Dusche im Zimmer, wie bei uns, und teilweise auf dem Gang. Das Zimmer ist sauber und hat Vorhänge mit Segelbootmotiven (ein Pluspunkt) an den Betten zum Zuziehen, damit man seine Privatsphäre hat. Außerdem sind Schliessfächer vorhanden für die Wertsachen. Soweit so gut. Obwohl es gewöhnungsbedürftig war, wieder einmal im Stockbett zu schlafen, war es okay. Wir hatten zudem glücklickerweise immer sehr nette Zimmergenossen. Und auch sonst können wir uns nicht beklagen. Das Hostel ist ziemlich geräumig und bietet genügend Platz. Und auf der Dachterrasse gibt es sogar eine Waschmaschine, die man als Helfer gratis benutzen darf.

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UMGEBUNG

In Danang gibt es einiges zu sehen und erleben. Die Stadt ist sehr vielseitig und man hat hier fast alles: Tempel, Berge, Brücken, Cafés, Street Food, Märkte und sogar Strände.
Das Hostel liegt zentral gelegen, im nördlichen Teil der Stadt. In der unmittelbaren Umgebung hat es tolles Café und viele Restaurants. Man kann sich aber auch ein Motorrad ausleihen im Hostel. Auch das ist für die Helfer kostenlos, sofern das Motorrad gerade nicht gebraucht wird. Ein solches eignet sich wunderbar um die Gegend zu erkunden. Den Strand z.B. erreicht man in etwa 15 Minuten und nach Hoi An sind es mit dem Roller etwa eine Stunde. Beides ist definitiv einen Besuch wert.

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UNSER FAZIT

Die Woche im Meraki Villa Hostel war sehr spannend. Wir haben einen Einblick bekommen, wie die Dinge hier organisiert werden und mehr über das vietnamesische Schulsystem erfahren. Und sagen wir’s mal so: es ist bestimmt nicht für jedermann. Vor allem die Art, wie die kleinen 3-4 jährigen Kinder zum Teil unterrichtet werden, fanden wir ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Unsere Intention mit dem gegen Kost & Logis arbeiten ist es ja aber Neues zu lernen und einen anderen Blickwinkel zu bekommen. Und das haben wir auf jedenfall! Lediglich der Kontakt mit den “Locals” kam für unseren Geschmack ein bisschen zu kurz. Aber nichtsdestotrotz haben wir nette Leute kennengelernt und uns recht wohl gefühlt in Danang.


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