HOI AN ZAUBERT EINEM GARANTIERT EIN LEUCHTEN IN DIE AUGEN (BEITRAG)

Über Hoi An haben wir schon so viel gehört. Jeder Reisende, mit dem wir sprechen, ist begeistert und sagt, es sei eine der schönste Städte in Vietnam. Davon wollen wir uns selber überzeugen und fahren daher nach Hoi An.

ANREISE NACH HOI AN

Von Danang aus kann man den öffentlich Bus nehmen, das dauert etwa eine Stunde und ist für sich alleine schon ein Abenteuer. Wenn man aussteigen möchte, steht man einfach auf und gibt dem Busfahrer ein Zeichen. So machen das zumindest die Vietnamesen, also machen wir das auch so. Das bedeutet dann aber noch lange nicht, dass der Busfahrer auch wirklich anhält. Am liebsten hätte er es nämlich, dass man aus dem fahrenden Bus springt. Mit unseren grossen Rucksäcken sind wir aber nicht so flink, also muss er wohl oder übel anhalten. Dank der App maps.me können wir genau verfolgen wo wir gerade sind und wann der beste Zeitpunkt zum Aussteigen wäre. Und siehe da, der Busfahrer lässt uns in der Nähe unserer nächsten Unterkunft raus.

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BESICHTIGUNG DER BERÜHMTEN LAMPIONS

Hoi An war einst der grösste Hafen in Südostasien. Aber auch heute hat die Stadt noch viel zu bieten. Nämlich unter anderem ihre Altstadt, die einzige, die im Vietnamkrieg unversehrt blieb und mittlerweile zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Und das nicht zu unrecht, denn ich muss sagen, die gelben Häuser hier haben es echt in sich. Hinzu kommen natürlich noch die vielen Lampions, für die Hoi An mindestens ebenso bekannt ist. Gerade abends tauchen die den Ort in ein farbenfrohes Lichtermeer. Wunderschön.

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Cool ist auch, dass einem hier fast jede Unterkunft kostenlos Fahrräder zur Verfügung stellt, so auch unsere. Wir sind schon lange nicht mehr Rad gefahren, also eine super Gelegenheit damit Hoi An zu erkunden. Denken wir. Aber da denken wir falsch. Nach dem etwa hundertsten vergebenen Klingeln und Ausweichen geben wir dann auch irgendwann auf und parken unsere Fahrräder irgendwo. Danach gesellen wir uns zu den restlichen Fussgängern und gliedern uns in die Menschenmasse ein. Aber selbst die vielen Leute können die Schönheit Hoi An’s nicht mindern. Es gibt der Stadt sogar einen gewissen Charme, wenn sich die vielen Menschen durch die engen Strassen drücken und alle die Köpfe im Nacken haben, um die vielen Lampions zu betrachten. Uns hat es die Altstadt auf jeden Fall angetan.

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AUSFLUG ZUM STRAND

Wir waren seit Australien nicht mehr im Meer schwimmen. Es wird also höchste Zeit dafür. Pam und ich satteln unsere Drahtesel und fahren los. Nach etwa 20 Minuten kommen wir an. Auch hier tummeln sich viele Leute. Aber nicht nur Touristen. Es ist Sonntag und da gehen wohl auch viele Einheimische zum Strand, wie es scheint. Wir wollen uns so schnell wie möglich dazu gesellen, also parken wir unsere Fahrräder – aber nicht in einem der vorgesehen kostenpflichtigen Parkplätzen, sehr zum Leid der Parkwächter. Wir sehen es einfach nicht ein, für ein Velo Parkgebühren zu bezahlen. Nach einer kurzen Diskussion, bei der wir bestimmt für immer und ewig verflucht wurden, kommen wir endlich an den Hitzköpfen vorbei und können ins kalte Nass springen. Wir müssen uns aber auch erstmal wieder an Strände gewöhnen, die vollgepackt mit Menschen sind. In Australien war man quasi für sich und hier ist man einer von zehntausend. Aber es macht dafür umso mehr Spass, die Einheimischen dabei zu beobachten, wie sie in voller Montur – sogar in Hemd und Anzugshose – im Wasser rumplantschen.
Hoi An’s Strand kann leider nicht ganz mit der Altstadt mithalten, aber für einen kurzen Schwumm reicht’s allemal.

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UNSERE UNTERKUNFT: HORIZON HOMESTAY

Übernachtet haben wir im Horizon Homestay. Ich schreibe darüber, weil es wohl unsere schönste Unterkunft in Vietnam war. Die paar Euro mehr haben sich definitiv gelohnt. Für unser wunderschönes und geräumiges Doppelzimmer mit eigenem Bad und Balkon haben wir umgerechnet 15 € / CHF 16.50 bezahlt. Im Preis inklusive ist ein leckeres Frühstück, bei dem vor allem die Bananenpfannkuchen sehr zu empfehlen sind. Ausserdem sind die Gastgeber extrem nett. Fast alle können gutes Englisch und so kann man sich auch mal über andere Dinge unterhalten, als nur “Yes”, “No” und “Thank you” immer wieder zu wiederholen. Wir haben uns bestens aufgehoben gefühlt und würden jederzeit wieder hin.

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Und auch Hoi An würden wir sofort wieder besuchen. Ich glaube hier gibt es noch viel zu sehen und zu entdecken. Aber jetzt ziehen wir erstmal weiter zum nächsten schönen Ort.